Projekte

Im Rahmen eines Projektes wollen wir uns intensiv, und auf unterschiedlichen Ebenen mit einem fotografischen Thema auseinandersetzen. Gerne stellen wir uns der spannenden Herausforderung die eigene Komfortzone zu verlassen, um mit  Vergnügen und viel Phantasie Ungewohntes auszuprobieren und Neues zu entdecken. Entscheidend dabei ist, den fotografischen Horizont zu erweitern, und zugleich die fotografische Umsetzung weiter zu entwickeln. Tipps und Tricks zu erfahren, um möglichst rasch ein „besseres“ Foto zum Thema zu bekommen, ist nicht das Ziel eines Projekts. Und es geht keinesfalls darum herauszufinden, wer am besten das Projektthema fotografieren kann, oder welches Klubmitglied das schönste Bild herzeigen kann.

Im Rahmen einer Ausstellung wird dann – als lohnender Abschluss – eine Auswahl der neu entstandenen Bilder gemeinschaftlich der Öffentlichkeit präsentiert.

Projekt 2019/2020: „BAUM – BÄUME – WALD“

Auf Grund der Bestimmungen zur Corona Pandemie wurde die Ausstellungseröffnung zum unserem Projekt „Baum – Bäume – Wald“ (geplant für den 04. November 2020 im Krankenhaus Gmunden) zunächst abgesagt.

Aber – das lange Warten hat nun ein Ende. Seit 13. 09. 2021 sind unsere Arbeiten im Erdgeschoß des Krankenhauses – leider ohne offizielle Eröffnungsfeier – gehängt und können bis auf Weiteres jederzeit besichtigt werden.

Ein Gästebuch liegt auf – wir freuen uns auf Ihren Eintrag.

Unser Projektleiter Wolfgang spendet Trost:

Auch wenn die Vernissage endgültig abgesagt wurde, das eigentliche Ziel des Projekts haben wir jedenfalls erreicht.

Die meisten von uns haben nun Freude daran, eingetretene Pfade zu verlassen, zu experimentieren, mit ihrer Kamera immer wieder neue Perspektiven in der – und auf die – Fotografie für sich zu suchen, haben Vertrauen darauf, solche zu finden, und haben Mut, eine intensive, individuelle fotografische Arbeit zu entwickeln. Frei von Sorge, alt her gebrachten und üblichen Standards einer gefälligen Fotografie nicht zu entsprechen.

Auch das Schneiden der Passepartouts wurde erfolgreich in Angriff genommen. Nachdem wir ja im Laufe des Projekts mit Freude entdeckt haben, dass es sich lohnt mit dem Format einer Fotografie zu experimentieren, ist das eigenhändige Herstellen maßgefertigter Passepartouts nur der logische Schritt – und macht viel Freude obendrein. Es hat sich gezeigt, dass das Anfertigen eines individuell maßgeschneiderten Passepartouts viel Freude macht und auch etwas Besonderes ist.

Euch allen gilt mein aufrichtiger Dank, die Ihr mit viel Idealismus und Aktivität meine Ideen aufgegriffen, und unser aller Vorschläge umgesetzt habt.

Ich freue mich sehr, dass unsere Gemeinschaftsausstellung im Erdgeschoß des Salzkammergut Klinikums Gmunden nun endlich zu besichtigen ist. Jederzeit.


Eine Auswahl der Bilder, die im Laufe des Projektes entstanden sind:

Viele Bilder haben wir zusammengetragen. Es ist nicht zu übersehen, dass einige von uns mit Freude daran gehen, altbewährte Perspektiven zu verlassen um neue auszuprobieren. So mancher von uns hat schon für sich entdeckt, mit überlegter Bildkomposition, ungewöhnlichem Bildausschnitt, und sehr stimmungsvollem Schlechtwetterlicht zu experimentieren. Wohl jeder von uns spürt es: je mehr Aufnahmen es sind, umso drängender wird der Wunsch, noch mehr Aufnahmen zu machen, vielleicht sogar – es noch einmal am selben Ort zu versuchen, einen überlegteren Bildausschnitt zu wählen, auf stimmungsvolleres Licht zu warten, noch sorgfältiger Schärfe und Unschärfe einzusetzen, auf Licht und Schatten im Histogramm zu achten, in der Bearbeitung noch behutsamer mit den Farben umzugehen . . .

In vielen Galeriegesprächen haben wir einander durch Rückmeldung geholfen.

Es gibt so viele Fragen, die beantwortet werden wollen:
Worauf fällt der Blick zuerst, ist es gelungen Tiefenwirkung zu erzielen, sind die Farben realistisch oder vielleicht zu stürmisch entwickelt, stimmt die Balance in der Komposition oder kippt das Bild, ist das gestellte Thema sichtbar, wo liegen die Problemzonen (etwa ein weißer Himmelsfleck der das Auge ablenkt), gibt es Farbabrisse, wo könnte man in der Bearbeitung noch etwas verbessern?
Antworten darauf lassen sich wohl am besten in einer aufmerksamen Runde von fotografiebegeisterten Gleichgesinnten finden. Jede, wirklich jede Rückmeldung ist willkommen, jede Wahrnehmung in der Betrachtung durch einen anderen Fotografen ist ein Gewinn für alle die sie hören können. Und nicht zu vergessen – eine aufmerksame, aktive Teilnahme am Gespräch ist schließlich auch ein Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit der Anderen.

Sobald bei allen die Überzeugung Fuß gefasst hat, dass es nicht darum geht wer „besser“ ist, dass es nicht darum geht einander zu bewerten sondern einander durch ehrliche offene Rückmeldung weiter zu helfen, haben alle gewonnen. Ein Galeriegespräch soll Mut machen, die eigene Komfortzone zu verlassen. Dann wird Altbewährtes gegen Neues getauscht, es wird probiert, experimentiert, mit der Kamera gespielt. Die Wahrnehmung, der Blick auf ein altes Thema kann sich erweitern, gesicherte Gefälligkeit wird aufgegeben zugunsten einer gewissen Risikobereitschaft, die als erfrischend und inspirierend erlebt wird. Das ist gut so – genau dies ist Sinn und Zweck eines Projekts.



Im Galeriegespräch aufgelegt, unter die Lupe genommen, besprochen und miteinander verglichen werden jeweils die Bilder eines Teilnehmers. Es sollte – durch die aufmerksame Rückmeldung der Kollegen – jedem Teilnehmer damit Hilfestellung gegeben werden, die eigenen Bilder besser einschätzen zu lernen, die Vorauswahl für die gemeinsame Ausstellung zu erleichtern, und vielleicht auch den einen oder anderen Hinweis zur Weiterentwicklung zu bekommen.

Wenn alle Teilnehmer – hintereinander – besprochen sind, sollte jeder Motivation im Gemüt und Ideen im Kopf haben, wie und wo er weitermachen könnte:

Projektleiter Wolfgang: „Liebe Kollegen – genießt und findet Inspiration bei:

Charles Cramer: http://www.charlescramer.com/index.html
Joe Cornish: http://www.joecornishphotographer.com/
Christopher Burkett: http://christopherburkett.com/
Video über Christopher: https://youtu.be/hHINDOtFH1A
David Ward: http://www.into-the-light.com/