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Projekt 2019/2020: „BAUM – BÄUME – WALD“

Das abschließende Galeriegespräch am 18. Februar zu unserem aktuellen Projekt hat gezeigt, dass wir das Ziel, welches wir uns im Frühjahr 2019 gesteckt haben, gemeinsam erreicht haben:

Die meisten von uns haben nun Freude daran, mit ihrer Kamera immer wieder neue Perspektiven in der – und auf die – Fotografie für sich zu suchen, haben Vertrauen darauf, solche zu finden, und haben Mut, eine intensive, individuelle fotografische Arbeit zu entwickeln.
Frei von Sorge, alt her gebrachten und üblichen Standards der gefälligen Fotografie nicht zu entsprechen.

Freilich – eine Hürde gilt es noch zu meistern: jedes, im Rahmen des Projekts entstandene Bild wurde von Euch mit viel Engagement und Herzblut fotografiert und entwickelt. Aus der Fülle aller Bilder nun jene drei auszuwählen, die in Gmunden ihren Platz an der Wand finden werden, wird nicht leicht sein. Und doch muss jeder Fotograf seine Drei auswählen, ohne Zuruf oder Vorschlag von außen. Ich erlaube mir zu behaupten – das gehört zur erfolgreichen fotografischen Arbeit einfach dazu. Ich möchte allen Kollegen Mut machen, auch diesen letzten Schritt mit Freude und Selbstbewusstsein zu tun.

Es freut mich sehr, dass am Donnerstag, den 26. Februar das Schneiden der Passepartouts gemeinsam in Angriff genommen wird. Es ist wirklich nicht so schwierig wie es scheint, und sollte eine Frage im Raum stehen, ich bin für Euch – auch weit weg im hohen Norden – jederzeit für Hilfestellung erreichbar.

Euch allen gilt mein aufrichtiger Dank, die Ihr mit viel Idealismus und Aktivität meine Ideen aufgegriffen, und unser aller Vorschläge umgesetzt habt.

Ich freue mich sehr auf den Moment, da unsere Gemeinschaftsausstellung im Salzkammergut Klinikum Gmunden eröffnet wird.

mit stürmischen, herzlichen Grüßen von den Äußeren Hebriden,

Euer Projektleiter
Wolfgang


P.S: Ich bitte Euch darum, Eure Auswahl rechtzeitig zu treffen und mir die Dateien – wie in der letzten Aussendung von Fritz beschrieben – bis 04. April über WeTransfer zu schicken. Sobald ich wieder in Ischl bin möchte ich mit der Druckarbeit beginnen können.




Am Dienstag, den 26. November fand ein außerordentlicher Klubabend statt für alle Kollegen, die an unserem Projekt teilnehmen. Organisatorisches wurde besprochen, Wünsche zur Präsentation wurden geäußert, und unser Projektleiter hat uns eine Einführung in den Schnitt von individuellen Passepartouts gegeben. Also – so eine Hexerei ist das gar nicht. Wir haben sodann beschlossen die Passepartouts für die Ausstellung in Gmunden selbst zu schneiden. Nachdem wir ja im Laufe des Projekts mit Freude entdeckt haben, dass es sich lohnt mit dem Format einer Fotografie zu experimentieren, ist das eigenhändige Herstellen maßgefertigter Passepartouts nur der logische Schritt – und macht viel Freude obendrein.
Wir wissen nun auch, dass max. drei Bilder pro Teilnehmer ausgestellt werden können.

Das Projekt schreitet voran, mittlerweile haben wir viele Bilder zusammengetragen. Es ist nicht zu übersehen, dass einige von uns mit Freude daran gehen, altbewährte Perspektiven zu verlassen um neue auszuprobieren. So mancher von uns hat schon für sich entdeckt, mit überlegter Bildkomposition, ungewöhnlichem Bildausschnitt, und sehr stimmungsvollem Schlechtwetterlicht zu experimentieren. Wohl jeder von uns spürt es: je mehr Aufnahmen es sind, umso drängender wird der Wunsch, noch mehr Aufnahmen zu machen, vielleicht sogar – es noch einmal am selben Ort zu versuchen, einen überlegteren Bildausschnitt zu wählen, auf stimmungsvolleres Licht zu warten, noch sorgfältiger Schärfe und Unschärfe einzusetzen, auf Licht und Schatten im Histogramm zu achten, in der Bearbeitung noch behutsamer mit den Farben umzugehen . . .

Die Auswahl für die Ausstellung zu treffen wird uns schwer fallen . . .

Viele Galeriegespräche haben wir hinter uns gebracht . . .

. . und wir finden uns ganz gut damit zurecht, einander durch Rückmeldung zu helfen. Man darf einfach nicht vergessen, der Entschluss, gewohnte Fahrwasser zu verlassen und sich in neue Gewässer zu begeben, bedeutet, dass man damit rechnen muss, auf Stromschnellen zu treffen. Natürlich ist es für manche Kollegen noch ungewohnt, die eigene Wahrnehmung, eigene Gedanken zum betrachteten Bild vor der gesamten Runde – nicht wertend – kund zu tun. Das mag für manchen von uns eine wirkliche Herausforderung sein.

Aber – liebe Kollegen – ich war immer davon überzeugt – wir schaffen das.

Mehr noch – mit großer Freude bemerken wir nun, dass einige von uns mittlerweile bereit sind, die eigene Komfortzone zu verlassen. Altbewährtes wird gegen Neues getauscht, es wird probiert, experimentiert, mit der Kamera gespielt. Die Wahrnehmung, der Blick auf ein altes Thema hat sich erweitert, gesicherte Gefälligkeit wird aufgegeben zugunsten einer gewissen Risikobereitschaft, die als erfrischend und inspirierend erlebt wird. Das ist gut so – genau dies ist Sinn und Zweck eines Projekts. Bitte – weiter so . . .

Am 18. Februar 2020 wird es noch ein abschließendes Galeriegespräch geben. Vielleicht gesellt sich noch das eine oder andere Winterbild zu unserer Sammlung.


Zur Erinnerung – bei den Galeriegesprächen geht es darum, die eigene Einschätzung eines (meines) Bildes durch die Wahrnehmung der Anderen zu bestätigen – oder zu korrigieren – in jedem Fall aber zu bereichern.

Es gibt so viele Fragen, die sich für uns Fotografen auftun:
Worauf fällt der Blick zuerst, ist es mir gelungen Tiefenwirkung zu erzielen, sind die Farben realistisch oder vielleicht zu stürmisch entwickelt, stimmt die Balance in der Komposition oder kippt das Bild, ist das gestellte Thema sichtbar, wo liegen die Problemzonen (etwa ein weißer Himmelsfleck der das Auge ablenkt), gibt es Farbabrisse, wo könnte man in der Bearbeitung noch etwas verbessern? All das sind Fragen, die uns bei der Arbeit an einem Bild beschäftigen, nicht wahr?
Antworten darauf lassen sich wohl am besten in einer aufmerksamen Runde von fotografiebegeisterten Gleichgesinnten finden. Jede, wirklich jede Rückmeldung ist willkommen, jede Wahrnehmung in der Betrachtung durch einen anderen Fotografen ist ein Gewinn für alle die sie hören können. Und nicht zu vergessen – meine aufmerksame, aktive Teilnahme am Gespräch ist schließlich auch ein Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit der Anderen.

Sobald bei uns allen die Überzeugung Fuß gefasst hat, dass es nicht darum geht wer „besser“ ist, dass es nicht darum geht einander zu bewerten sondern einander durch ehrliche offene Rückmeldung weiter zu helfen, haben wir alle gewonnen.

Ich freue mich, dass die Galeriegespräche mittlerweile so gut angenommen werden.

Meine Bitte an Euch für die verbleibende Zeit:
Trefft eine Auswahl von max. drei Bildern und schickt sie mir jederzeit per WeTransfer.

Bildformat: TIFF-Datei, Farbraum: AdobeRGB, Bildgröße: nicht eingeschränkt, Auflösung: 360 ppi (Pixel/Inch), Ausgabeschärfe: Glanzpapier.

Zur Erinnerung: Bildbearbeitung vor weißem Hintergrund (bringt bessere Farbeinschätzung); JPEGs im Hinblick auf Helligkeit (Histogramm) nicht(!) bearbeiten (macht Farbabrisse);

Auch für die weiteren Galeriegespräche gilt: Aufgelegt, unter die Lupe genommen, besprochen und miteinander verglichen werden jeweils die Bilder eines Teilnehmers. Es sollte – durch die aufmerksame Rückmeldung der Kollegen – jedem Teilnehmer damit Hilfestellung gegeben werden, die eigenen Bilder besser einschätzen zu lernen, die Vorauswahl für die gemeinsame Ausstellung zu erleichtern, und vielleicht auch den einen oder anderen Hinweis zur Weiterentwicklung zu bekommen.

Wenn alle Teilnehmer – hintereinander – besprochen sind, sollte jeder von uns Motivation im Gemüt und Ideen im Kopf haben, wie und wo er weitermachen könnte.

Es ist mir ein Anliegen nochmals zu betonen, dass es bei diesem Projekt nicht darum geht herauszufinden, wer von uns am besten einen Baum fotografieren kann und welches Klubmitglied das schönste Bild in der Ausstellung präsentieren wird.

Vielmehr könnte jeder von uns die Gelegenheit und auch die Herausforderung finden, sich mit dem Fotografieren von Bäumen intensiv zu beschäftigen, neue Perspektiven auf ein altes Thema für sich zu entdecken, und aus der Rückmeldung im Kollegenkreis das eigene Können in der fotografischen Umsetzung weiter zu entwickeln.

Auf, auf, Kollegen – auch wenn sich nun viele Bilder angesammelt haben – noch immer ruft der Wald – vielleicht schon bald mit Schneehaube – nehmt die Kamera in die Hand . . .

Herzlichst, Euer Projektleiter

Unsere Ausstellung wird am Mittwoch, den 22. April 2020 im Krankenhaus Gmunden stattfinden.

Eine Einladung an unsere Gäste:

Machen Sie mit, wir freuen uns über jeden, der mit dabei sein will! 

Tipps und Tricks zu erfahren, um möglichst rasch ein „besseres“ Foto zum Thema zu bekommen, ist nicht das Ziel dieses Projekts. Es dient vielmehr als Gelegenheit sich eingehend mit einem Thema auf unterschiedlichen Ebenen zu beschäftigen und es letztlich zufriedenstellend fotografisch umzusetzen und zu präsentieren. Im Rahmen der Galeriegespräche beschäftigen wir uns immer wieder mit den theoretischen Aspekten und Fragestellungen zu einem Bild, um uns gegenseitig zu motivieren, zu helfen, und Ideen zu wecken, wie es weitergehen kann . . .

Frisches Grün – soweit das Auge reicht. Vor dem Hintergrund der Spiegelung des gegenüber liegenden Ufers verkündet der Zweig einer Hainbuche mit leuchtenden Farben, dass der Frühling endlich begonnen hat.


Projektleiter: Wolfgang Mayerhoffer:

„Wer Hilfe braucht – wenn Fragen oder Probleme auftauchen, wo auch immer – bitte melden!“

Strahlendes Gold im Oktober – welcher Fotograf kann da widerstehen . . .

Liebe Kollegen – genießt und findet Inspiration bei:

Charles Cramer: http://www.charlescramer.com/index.html
Joe Cornish: http://www.joecornishphotographer.com/
Christopher Burkett: http://christopherburkett.com/
Video über Christopher: https://youtu.be/hHINDOtFH1A
David Ward: http://www.into-the-light.com/