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Projekt 2019/2020: „BAUM – BÄUME – WALD“

Das Projekt schreitet voran, mittlerweile haben wir viele Bilder zusammengetragen. Es ist nicht zu übersehen, dass einige von uns bereits mit Freude daran gehen, altbewährte Perspektiven zu verlassen um neue auszuprobieren. So mancher von uns hat schon für sich entdeckt, mit überlegter Bildkomposition, ungewöhnlichem Bildausschnitt, und sehr stimmungsvollem Schlechtwetterlicht zu experimentieren. Wohl jeder von uns spürt es: je mehr Aufnahmen es sind, umso drängender wird der Wunsch, noch mehr Aufnahmen zu machen, vielleicht sogar – es noch einmal am selben Ort zu versuchen, einen überlegteren Bildausschnitt zu wählen, auf stimmungsvolleres Licht zu warten, noch sorgfältiger Schärfe und Unschärfe einzusetzen, auf Licht und Schatten im Histogramm zu achten, in der Bearbeitung noch behutsamer mit den Farben umzugehen . . .

Die Auswahl für die Ausstellung zu treffen wird uns schwer fallen . . .

Viele Galeriegespräche haben wir hinter uns gebracht . . .

. . und wir finden uns ganz gut damit zurecht, einander durch Rückmeldung zu helfen. Man darf einfach nicht vergessen, der Entschluss, gewohnte Fahrwasser zu verlassen und sich in neue Gewässer zu begeben, bedeutet, dass man damit rechnen muss, auf Stromschnellen zu treffen. Natürlich ist es für manche Kollegen noch ungewohnt, die eigene Wahrnehmung, eigene Gedanken zum betrachteten Bild vor der gesamten Runde kund zu tun. Das mag für manchen von uns eine wirkliche Herausforderung sein.

Aber – liebe Kollegen – ich war immer davon überzeugt – wir schaffen das.

Mehr noch – mit großer Freude bemerken wir nun, dass einige von uns mittlerweile bereit sind, die eigene Komfortzone zu verlassen. Altbewährtes wird gegen Neues getauscht, es wird probiert, experimentiert, mit der Kamera gespielt. Die Wahrnehmung, der Blick auf ein altes Thema hat sich erweitert, gesicherte Gefälligkeit wird aufgegeben zugunsten einer gewissen Risikobereitschaft, die als erfrischend und inspirierend erlebt wird. Das ist gut so – genau dies ist Sinn und Zweck eines Projekts. Bitte – weiter so . . .

Bitte beachten:

In Absprache mit unserem Klubobmann wird es noch ein weiteres Galeriegespräch am 19. November geben.

Am Dienstag, den 26. November findet dann ein außerordentlicher Klubabend statt für alle Kollegen, die an unserem Projekt teilnehmen wollen. Bis dahin wissen wir, wie viele Bilder insgesamt in Gmunden ausgestellt werden können, an diesem Abend könnte auch jenen Kollegen bei der Auswahl der Bilder geholfen werden, die sich nicht sicher sind, welche Bilder sie präsentieren wollen.

Ende März 2020 wird es dann noch einen abschließenden Projektabend geben.


Zur Erinnerung – bei den Galeriegesprächen geht es darum, die eigene Einschätzung eines (meines) Bildes durch die Wahrnehmung der Anderen zu bestätigen – oder zu korrigieren – in jedem Fall aber zu bereichern.

Es gibt so viele Fragen, die sich für uns Fotografen auftun:
Worauf fällt der Blick zuerst, ist es mir gelungen Tiefenwirkung zu erzielen, sind die Farben realistisch oder vielleicht zu stürmisch entwickelt, stimmt die Balance in der Komposition oder kippt das Bild, ist das gestellte Thema sichtbar, wo liegen die Problemzonen (etwa ein weißer Himmelsfleck der das Auge ablenkt), gibt es Farbabrisse, wo könnte man in der Bearbeitung noch etwas verbessern? All das sind Fragen, die uns bei der Arbeit an einem Bild beschäftigen, nicht wahr?
Antworten darauf lassen sich wohl am besten in einer aufmerksamen Runde von fotografiebegeisterten Gleichgesinnten finden. Jede, wirklich jede Rückmeldung ist willkommen, jede Wahrnehmung in der Betrachtung durch einen anderen Fotografen ist ein Gewinn für alle die sie hören können. Und nicht zu vergessen – meine aufmerksame, aktive Teilnahme am Gespräch ist schließlich auch ein Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit der Anderen.

Sobald bei uns allen die Überzeugung Fuß gefasst hat, dass es nicht darum geht wer „besser“ ist, dass es nicht darum geht einander zu bewerten sondern einander durch ehrliche offene Rückmeldung weiter zu helfen, haben wir alle gewonnen.

Ich freue mich, dass die Galeriegespräche mittlerweile so gut angenommen werden.

Meine Bitte an Euch für die verbleibende Zeit:
Trefft eine Auswahl von max. drei Bildern und schickt sie mir jederzeit per WeTransfer.

Bildformat: TIFF-Datei, Farbraum: AdobeRGB, Bildgröße: nicht eingeschränkt, Auflösung: 360 ppi (Pixel/Inch), Ausgabeschärfe: Glanzpapier.

Zur Erinnerung: Bildbearbeitung vor weißem Hintergrund (bringt bessere Farbeinschätzung); JPEGs im Hinblick auf Helligkeit (Histogramm) nicht(!) bearbeiten (macht Farbabrisse);

Auch für die weiteren Galeriegespräche gilt: Aufgelegt, unter die Lupe genommen, besprochen und miteinander verglichen werden jeweils die Bilder eines Teilnehmers. Es sollte – durch die aufmerksame Rückmeldung der Kollegen – jedem Teilnehmer damit Hilfestellung gegeben werden, die eigenen Bilder besser einschätzen zu lernen, die Vorauswahl für die gemeinsame Ausstellung zu erleichtern, und vielleicht auch den einen oder anderen Hinweis zur Weiterentwicklung zu bekommen.

Wenn alle Teilnehmer – hintereinander – besprochen sind, sollte jeder von uns Motivation im Gemüt und Ideen im Kopf haben, wie und wo er weitermachen könnte.

Es ist mir ein Anliegen nochmals zu betonen, dass es bei diesem Projekt nicht darum geht herauszufinden, wer von uns am besten einen Baum fotografieren kann und welches Klubmitglied das schönste Bild in der Ausstellung präsentieren wird.

Vielmehr könnte jeder von uns die Gelegenheit und auch die Herausforderung finden, sich mit dem Fotografieren von Bäumen intensiv zu beschäftigen, neue Perspektiven auf ein altes Thema für sich zu entdecken, und aus der Rückmeldung im Kollegenkreis das eigene Können in der fotografischen Umsetzung weiter zu entwickeln.

Auf, auf, Kollegen – auch wenn sich nun viele Bilder angesammelt haben – noch immer ruft der Wald – nehmt die Kamera in die Hand . . .

Herzlichst, Euer Projektleiter

Unsere Ausstellung wird im April 2020 im Krankenhaus Gmunden stattfinden.

Eine Einladung an unsere Gäste:

Machen Sie mit, wir freuen uns über jeden, der mit dabei sein will! 

Tipps und Tricks zu erfahren, um möglichst rasch ein „besseres“ Foto zum Thema zu bekommen, ist nicht das Ziel dieses Projekts. Es dient vielmehr als Gelegenheit sich eingehend mit einem Thema auf unterschiedlichen Ebenen zu beschäftigen und es letztlich zufriedenstellend fotografisch umzusetzen und zu präsentieren. Im Rahmen der Galeriegespräche beschäftigen wir uns immer wieder mit den theoretischen Aspekten und Fragestellungen zu einem Bild, um uns gegenseitig zu motivieren, zu helfen, und Ideen zu wecken, wie es weitergehen kann . . .

Frisches Grün – soweit das Auge reicht. Vor dem Hintergrund der Spiegelung des gegenüber liegenden Ufers verkündet der Zweig einer Hainbuche mit leuchtenden Farben, dass der Frühling endlich begonnen hat.


Projektleiter: Wolfgang Mayerhoffer:

„Wer Hilfe braucht – wenn Fragen oder Probleme auftauchen, wo auch immer – bitte melden!“

Strahlendes Gold im Oktober – welcher Fotograf kann da widerstehen . . .

Liebe Kollegen – genießt und findet Inspiration bei:

Charles Cramer: http://www.charlescramer.com/index.html
Joe Cornish: http://www.joecornishphotographer.com/
Christopher Burkett: http://christopherburkett.com/
Video über Christopher: https://youtu.be/hHINDOtFH1A
David Ward: http://www.into-the-light.com/